Berater beraten und Interim Manager setzen direkt um, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt wesentliche Unterschiede auf die es ankommt:

Berater

  • werden um Rat gefragt und empfehlen Maßnahmen mit neuesten Erkenntnissen
  • helfen mit Hilfe strukturieter und methodischer Vorgehensweise Probleme zu lösen mit „best practice“, dann endet meist das Mandat
  • es werden Empfehlungen und Vorgehensweisen erarbeitet oft auch für fachliche Entscheidungen
  • Berater liefern Strategien, Konzepte, neue Denkansätze, innovative Ideen und denken „neuartiges“ vor, oft in der Rolle des „bad guy“ und kommunikationsstark
  • sie haben beratenden Fokus für neue Lösungsideen zu Problemen und Herausforderungen
  • arbeiten in Beratungsteams und eher selten als Einzelkämpfer
  • meist nicht umsetzungsorientiert dafür konzeptionell
  • arbeiten auf allen Hirachieebenen in Unternehmen
  • eher jünger 24 -45 Jahre alt, dynamisch und sehr kreativ, oft reiner Beratungshintergrund als Erfahrung
  • denken Probleme neu und anders und kommen auf neue Lösungsansätze
  • sind oft bereits in sehr frühen Projektphasen für Kunden tätig, lange bevor eine Umsetzung erfolgt
  • sehr spezialisiert auf Branchen- und Expertenberatung
  • branchenspeziefisches Know How
  • keine verantwortliche Übernahme von Linienfunktionen
  • eher kürzere Projektlaufzeiten
  • oft höherer Tagessätze mit Tagessatz- oder festpreisorientierter Arbeitsweise auch erfolgsabhängig
  • sehr schnelle und dynamische flexible Arbeitsweise, unvoreingenommener Blick

Interim Manager

  • überbrücken temporäre Vakanzen bei Engpass und fehlender Managementressource, sehr flexibel
  • Einsatz erfolgt oft auf den obersten Führungsebenen
  • haben jahrelange Führungs- und Industrieerfahrung in Managementfunktionen bereits bewiesen
  • arbeiten sehr umsetzungsorientiert
  • oft keine Einarbeitung notwendig und sehr kurzfristig sofort einsatzbereit
  • direkte verantwortliche Übernahme der Aufgabe und Position mit Weisungsbefugnis (z.B. für C-, Abeilungs-, Team- oder Bereichspositionen)
  • Einsatz erfolgt oft erst wenn Probleme in Unternehmen unausweichlich geworden sind um eine Wende herbeizuführen ist mit Task Force-Charakter
  • sie sind oft intensiver und tiefer in den Unternehmensprozessen eingebunden und bringen eine distanzierte Sicht und Entscheidungsfähigkeit mit
  • sie arbeiten frei von politischen internen Positionierungszwängen und Machtpositionen im Rahmen ihres Umsetzungsauftrags
  • Interim Manager wandern oft von „Krisen- zu Krisenfall“ und binden sich nicht an Unternehmen
  • arbeiten oft als „Einzelkämpfer“ und sind unabhängig mit externer Sicht
  • gestandene Führungspersönlichkeiten, die neue Herausforderungen suchen
  • ihr Projekteinsatz ist zeitlich befristet
  • Tagessätze liegen oft unter den Beratertagessätzen, bei sehr brisanten Projekten liegen sie im Schnitt je nach Rolle höher
  • lösen immer wieder ähnliche Probleme in unterschiedlichen Unternehmen, entsprechend ihrer persönlichen Spezialisierung
  • oft Optimierungs-, Restrukturierungs oder Sanierungsaufgaben sowie Übernahme verantwortlicher Funktionen in der Linie, auch branchenübergreifend
  • oft älter und erfahrener zwischen 40-70 Jahre alt
  • einfache Vertragsbeziehung, tagessatzorientiert, auch in Form von Arbeitnehmerüberlassung oder temporärer Festeinstellung
  • längere Projektlaufzeiten zwischen 6 Monaten und 2,5 Jahren
  • sind ruhig, zielstrebig, intrinsisch motiviert und erfahren in der Umsetzung ohne Umwege mit ihrer Erfahrung

Es gibt über die hier aufgeführten Unterschiede viele mehr, die eine Entscheidung auf Kundenseite für Projekte nicht einfach macht.
Gut gebaute Projekte gehen in den Disziplinen oft in einander über und es gibt Gemeinsamkeiten. In einem persönlichen Gespräch kann der Personalberater je nach Ausgangslage individuell beratend eine Empfehlung aussprechen, wie am besten verfahren wird.
Herzliche Grüße
Ihr Reinhold Weber
RW Webseit3
Link: Projektanfrage

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